Gütesiegel Fairer Handel

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Gütesiegel zieren heutzutage so gut wie jede Verpackung. Sei es ein Elektrogerät, ein Bioprodukt, ein Stromtarif. Doch wieso braucht man diese ganzen Siegel? Was verbirgt sich dahinter? Wieso ist das wichtig für das Produkt.

Ganz einfach, ein Gütesiegel (von Güte, das Gute) steht für eine bestimmte Mindestqualität des Produktes. So ist bei dem TÜV-Gütesiegel des PKWs das Fahrzeug fahrtüchtig und zugelassen. Das Siegel hat dabei noch bestimmte Kriterien die das Produkt haben muss. Die Reifen des PKWs müssen z.B. ein bestimmtes Profil aufweisen und und und.

Auch die Produkte des Fairen Handels haben diverse Gütesiegel. Die wichtigsten und bekanntesten werden hier kurz aufgeführt:

33  Fairtrade

Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet Lebensmittel aus fairem Handel, welcher vor allem menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Hersteller, aber auch eine umweltverträgliche Produktion unterstützen soll. Basis des Siegels sind u. a. folgende Kriterien:

  • direkter Handel mit den Produzentengruppen,
  • Zahlung von Mindestpreisen über dem Weltmarktniveau,
  • Zahlung von Prämien zur Finanzierung von Projekten (z. B. Bildung, Umwelt, Infrastruktur),
  • Vorfinanzierung,
  • langfristige Lieferbeziehungen,
  • Zahlung fairer Löhne,
  • transparente, demokratische Strukturen in Verwaltung und Management,
  • Verbot illegaler Kinderarbeit und Zwangsarbeit,
  • Umwelt- und Naturschutz (z. B. in Bezug auf Wasserschutz, Vermeidung von Pestizideinsatz).

Die Kriterien sind je nach Produkt spezifisch formuliert.

(Auszug aus: http://label-online.de/label-datenbank?label=33 )

 

325 Flower Label Program (FLP)

Das Flower Label Program (FLP) kennzeichnet Schnittblumen weltweit aus umweltgerechter und menschenwürdiger Produktion. Labelnutzer verpflichten sich zur Einhaltung von Kriterien aus den Bereichen:

  • existenzsichernde Löhne,
  • Gewerkschaftsfreiheit,
  • Gleichbehandlung aller Beschäftigten,
  • Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit,
  • Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit für die Beschäftigten,
  • Verbot giftiger Pestizide und Reduktion des Einsatzes chemischer Mittel,
  • nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen,
  • Arbeitnehmerrechte gemäß der ILO (Internationale Arbeitsorganisation).
(Auszug aus: http://label-online.de/label-datenbank?label=325)

 

fair_stone Fair Stone

Fair Stone umfasst Steinbruchbetriebe und steinverarbeitende Betriebe in Asien. Das Siegel dient dazu, die Arbeitsbedingungen in Steinbrüchen und steinverarbeitenden Betrieben in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verbessern und so einer steigenden Nachfrage seitens der Gesellschaft nach ethischer und sauberer Produktion nachzukommen.

Die Standards von Fair Stone umfassen u. a.:

  • die Umsetzung des Arbeitsverhaltenskodizes der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Bezug auf das Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung von Kindern,
  • ausbeuterische Kinderarbeit,
  • Verbot von Zwangsarbeit,
  • Arbeitssicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz,
  • Gefahrenanalyse,
  • Vermeidung von Luftverunreinigungen, Lärm, Vibrationen,
  • Regelung des Umgangs mit Gefahrstoffen,
  • Verbot der Diskriminierung am Arbeitsplatz,
  • Einhaltung nationaler Gesetze und Vorschriften
  • Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards zu Arbeitsverträgen, Arbeitszeiten und -pausen, Löhnen und Sozialversicherung,
  • Umweltschutz.
(Auszug aus: http://label-online.de/label-datenbank?label=556)

 

204 Hand in Hand

Das HAND IN HAND-Zeichen ist eine Eigenmarke der Rapunzel Naturkost AG und kennzeichnet Produkte, die aus ökologischer Landwirtschaft stammen und zu mindestens 50 Prozent aus fair gehandelten Rohstoffen bestehen. Der Kriterienkatalog für HAND IN HAND-Produkte unterscheidet zwischen unabdingbaren Minimumkriterien und Entwicklungskriterien, die langfristig eingehalten werden sollen, aber teilweise erst noch umgesetzt werden. Zu den wichtigsten Kriterien zählen:

  • Zahlung von Preisen über dem Weltmarktniveau,
  • Abnahmegarantien und langfristige Handelsbeziehungen,
  • Beratung der Produzenten (z. B. im ökologischen Anbau),
  • Rohstoffe und Produkte in Bioqualität (mind. EG-Öko-Verordnung 2092/91),
  • soziale Absicherung der Mitarbeiter (z. B. ausreichende Löhne, Einhaltung der nationalen Sozialgesetze),
  • Gewährleistung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen (z. B. Versammlungsfreiheit, sichere Arbeitsbedingungen, keine Diskriminierungen),
  • Verbot von Kinder- und Fronarbeit.

Zusätzlich fließen ein Prozent des Einkaufspreises in einen Fonds für soziale oder ökologische Projekte in den Produzentenländern, der von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) verwaltet wird.

(Auszug aus: http://label-online.de/label-datenbank?label=204)

Weiter Labels und Infos findet ihr hier.

(Bilderquellen: http://label-online.de/media/image/33.33.jpg, http://label-online.de/media/image/325.325.jpg, http://label-online.de/media/image/753.Fair_Stone.jpg, http://label-online.de/media/image/204.204.jpg,

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